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    Auge in Auge mit fast acht Meter langen Krokodilen

    Maike Miller

    21 April 2004 - Gerade sind wir in Darwin, der Hauptstadt des Northern Territorys in Australien angekommen. Diese Provinz gehört zu den am dünnsten besiedelten Gebieten der Erde. Einzelne Rinderfarmen sind größer als die Schweiz. Auf der einzigen Verbindungsstraße zwischen den wenigen Ortschaften fährt man oft stundenlang, ohne einem Fahrzeug zu begegnen. Jetzt zur Regenzeit ist es an der Küste überall grün, im Landesinneren dominieren roter Sand und Steinwüste.

    Der Kakadu National Park, nur rund 150 Kilometer östlich von Darwin, beeindruckt mit Feuchtgebieten, Wasserfällen, alten Felszeichnungen der Ureinwohner, exotischen Vögeln und Flüssen voller Krokodile. Hier wurden übrigens die Aufnahmen für "Crocodile Dundee" gemacht. Auf dem Adelaide-River setze ich mich der Gefahr aus, von einem dieser bis zu acht Meter langen Salzwasser-Krokodile gefressen zu werden. Etwas unheimlich ist es auf dem Achterdeck des kleinen Bootes schon, nur ein halber Meter und die Reling trennen mich vom Wasser.

    Vor zwei Tagen waren wir noch in Papua-Neuguinea, nur 160 Kilometer vor der Küste Australiens und doch so anders, als ob Welten dazwischen lägen. Drei Viertel des Landes sind von dichten Regenwäldern überzogen, in denen die meisten Orchideenarten und größten Schmetterlinge der Welt beheimatet sind. Die Hauptstadt, Port Moresby, ist von Gegensätzen geprägt. Moderne Hochhäuser, pompöse Regierungsgebäude und eingezäunte Luxusvillen lösen sich ab mit bitterster Armut. Viele der Ureinwohner leben in Pfahlbauten auf dem Wasser, weil ihnen das Geld für Grundbesitz oder Miete fehlt.

    Über die nächste Etappe lesen Sie am kommenden Freitag. Jeden Sonnabend gibt es auf NDR 90,3 im Rahmen der Sendung "Große Freiheit" um 10.15 Uhr eine Live-Schaltung an Bord. Weitere Infos unter www.transocean.de

    erschienen am 8. März 2004 in Hamburg

    Source: Hamburger Abendblatt


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