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    Einblicke in die traditionelle Kultur der Aborigines

    Linden-Museum zeigt
    Die Kunst der Traumzeit

    8 September 2002 - Die Stammesältesten Aborigines sind als "Hüter des Wissens", bekanntlich lebende Bibliotheken. Ihre Mythologie sind die Legenden und Geschichten der "Dreamtime", die von der Schöpfung des Universums und dem Dogma ihres sozialen, weltlichen und zeremoniellen Verhaltens handelt. Der Schöpfungsmythos der Ureinwohner weist einen für europäisch-abstraktes Denken kaum mehr greifbaren Bezug zu den physikalischen Formen der Natur auf (so zogen der Überlieferung nach Urwesen wie die "Große Regenbogenschlange" durchs Land und gaben ihm sein heutiges Aussehen!).

    Auch die moderne Kunst Zentralaustraliens zeugt noch von dieser engen Verbundenheit zum Land und seinen Überlieferungen. Gleichzeitig knüpft sie an traditionelle Bildwelten an, wie sie bereits in Form dekorierter Ausrüstungsgegenstände nomadisierender Jäger und Sammler zu finden sind.

    Die Ausstellung im Linden-Museum umfasst neben zeitgenössischen Kunstwerken und den sogenannten "Dot-Paintings" der achziger Jahre Zeremonial- und Alltagsgegenstände, die einen Einblick in die traditionelle Kultur der Aborigines gewähren.
    Beispielslos ist die Zahl der vertretenen zeitgenössischen Künstlerinnen, deren Bilder sich neben den traditionellen Spuren der Traumzeitwesen vor allem auch mit der Darstellung rituell aktiver Frauen beschäftigt, symbolisiert z.B. durch die Muster der Körperbemalung.

    Am heutigen Tag finden frei Führungsgespräche im Rahmen der Ausstellung mit dem Leihgeber der Didgeridoos, Sven Molder, statt.

    Mehr Infos unter:
    http://www.australia-sights.com

    Linden-Museum
    Hegelplatz 1
    70174 Stuttgart
    Tel. 07 11 / 2 02 23
    Fax 07 11 / 20 22 - 5 90
    sekreteriat@lindenmuseum.de

    Eintritt 3,- / 2,- Euro

    Die Ausstellung läuft bis zum 4. November 2002

    Öffnungszeiten
    Di-So/Feiertage 10-17 Uhr Mi 10-20 Uhr

    Stadtinfo
    Linden-Museum

    Source: Stuttgarter Zeitung


    Further information: european language index
     


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